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little-fritz Trippel (10.12.1937 - 24.7.2010)

Die ursprüngliche Planung für den Abschied von Fritz Trippel nimmt eine neue erweiterte Form an: Aus seiner Verwandtschaft und von nahestehenden Personen aus dem Umfeld von Fritz kommt der Wunsch nach einer eigentlichen Abschiedsfeier für Fritz. Wir stehen derzeit in der Diskussion um die Details dieser Feier. Für heute aber schon einmal folgende Information:

Vorgesehen ist, auf nächsten

Freitag, 6. August 2010, 11:00 Uhr, in der Martinskirche in Chur

zu einer Abschiedsfeier einzuladen. Die Kirche ist reserviert, es sind aber noch Details zu klären. Deshalb bitte ich darum, sich zwar den Termin vorzumerken, aber noch bis anfangs der nächsten Woche auf die definitive Bestätigung zu warten. Gemeinsam mit den Verwandten werden wir die Feier organisieren und ein Programm zum Abschied und in Erinnerung an Fritz gestalten. Es wird damit keine Abdankung im herkömmlichen Sinn, sondern eine Abschiedsfeier mit kurzen Ansprachen, Erinnerungen und musikalischen Einlagen in Bezug auf Fritz durchgeführt.

Fritz war in Chur so bekannt, dass auch die Bevölkerung wohl befremdet gewesen wäre, wenn der Abschied von Fritz lediglich in kleinstem Rahmen im Fürstenwald stattfände. Ich bin persönlich froh über diese Ausweitung des Abschieds. Ich bin auch überzeugt, dass Fritz eine Feier in dieser Form sicherlich gewollt hätte, und dass wir mit dieser Form auch seinem Wunsch gerecht werden können.

Wer sich beim Kontakt meldet, wird gerne via e-mail informiert.

Kontakte:

Hans Joss «hans.joss@chur.ch»
 


Ein Abschiedsgruss:
"little" big fritz,

in musikalischer liebe nehme ich ungern von dir abschied. du fehlst in den strassencafe's von chur; sowieso in ascona. in NY habe ich von deinem tod erfahren und ich bin dir weit weg in gedanken so nah.
viele freude durfte ich in unserer langen freundschaft durch dich erfahren.
so habe ich vor ein paar jahren waehrend dem jazzfestival in acsona mit dir gesungen.
in basel hatte ich dir eine unterkunft besorgt, damit du bei dani wittlin im jazzclub spielen konntest.
weisst du noch, als wir zusammen ins tessin gefahren sind? du hast mir verschiedene geschichten aus deinem leben erzaehlt.
so hab ich auch in st.moritz mit dir gesungen und du hast all meine shows in der klibuehni in chur besucht.
voller komplimente warst du stets fuer mich. auch im kapellerhof sind wir zusammen aufgetreten. brechtlieder haben wir zusammen interpretiert u.a.m... ich werde dich nie vergessen!!!!!
das einzige was ich hoffe ist, dass du mit deiner krankheit nicht lange leiden musstest? ich weiss, dass du immer zuversichtlich warst. wir haben vor 2 monaten in chur vor dem franziskaner abschied genommen.
du hattest mir eine platte mit einer widmung, wo du mir fuer alles liebe im leben gedankt hast, geschenkt. dieser habe ich entnommen, dass dies unser letztes treffen war.
nun hast du keine sorgen mehr. ich wuensche dir paradiesisch musikalischen swing im himmel. du hast den frieden verdient, denn du hast mit deiner musik so vielen leuten freude bereitet.
du fritz-genie-musik-hengst, ruhe in wonne und sanft!!!
rinalda, liebevoll, herzlich!!!!
 

Kultur / 28.7.2010 / 15:30 / suedostschweiz.ch
Churer Jazz-Pionier Fritz Trippel gestorben

Fritz Trippel, 1937 bis 2010.Der Churer Jazzmusiker Fritz Trippel ist heute im Alter von 72 Jahren gestorben. Er spielte zu Lebzeiten mit Legenden wie Frank Sinatra, Elvis Presley, den Beatles und den Rolling Stones zusammen.

Chur. – Fritz Trippel ist tot. Der Churer Jazzmusiker starb heute an seinem Wohnort in Chur. Trippel hatte sein Leben ganz dem Jazz gewidmet. Bereits als Dreijähriger spielte er Klavier, im Alter von 16 Jahren liess er sich in Chur als Profi-Barpianist verpflichten. Es folgten Engagements in halb Europa, während welchen der Churer mit Jazz- und Rockgrössen wie Frank Sinatra, Elvis Presley, den Beatles und den Rolling Stones musizierte.

Zu den bekanntesten Jazzern, mit welchen Trippel auf der Bühne stand, gehörte sicher Louis Armstrong. Trippel gehörte eine Zeitlang auch zur Besetzung der so genannten «Schweizer Beatles», der Les Sauterelles.

«Freude bereiten wollen»

Zwischen 1969 und 1976 lebte Trippel in Bangkok, wo er unter anderem den Jazzclub «Napoleon» mit aus der Taufe hob. Auch nach seiner Rückkehr in die Schweiz blieb Trippel der Musik treu. So trat er im laufenden Jahr noch an der Verleihung des Churer «Schparz»-Ordens und bei verschiedenen anderen Gelegenheiten auf.

Zeit seines Lebens blieb Trippel übrigens der Musik seiner Jugend treu: Experimentelle Jazzklänge und frei improvisierte Musik waren seine Sache nicht. Mit seiner Musik, sagte Trippel vor knapp drei Jahren, habe er vor allem «Freude bereiten wollen». (obe)


Die Südostschweiz, Graubünden
Donnerstag, 29. Juli 2010
«Little Fritz» Trippel für immer verstummt
Der Churer Pianist Fritz Trippel ist gestern im Alter von knapp 73 Jahren gestorben. Er war als Musiker international bekannt.
Von Olivier Berger

Chur. – Mit Fritz Trippel trauert Graubünden um einen der bekanntesten Musiker der letzten Jahrzehnte. In den Fünfzigerjahren gehörte er zu den Pionieren des Jazz in der Schweiz. Zu den internationalen Grössen, mit welchen der Churer musizierte, gehörten unter anderem die Beatles und Frank Sinatra.
Der als «Little Fritz» bekannte Pianist spielte Ende der Sechzigerjahre mit der Band Les Sauterelles auch einen der grössten Schweizer Hits überhaupt ein.
Trippel trat bis kurz vor seinem Tod regelmässig live auf, darunter bei so genannten Jam-Sessions in Chur und als Barpianist in Ascona. Er litt seit längerer Zeit an einer Krankheit. Politiker und Künstler würdigten ihn gestern als ausserordentlichen Musiker und Menschen.

 

 

1937 in Chur geboren und aufgewachsen, hatte seine erste
Begegnung mit dem Jazz als 15-jähriger, verstarb am Samstag, 24. Juli 2010 in seiner geliebten Heimatstadt Chur.

 

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Knapp 60 Jahre war er dem Klavier als Interpret in den  unterschiedlichsten Stilrichtungen des Jazz verpflichtet. Er spielte in Orchestern von Albert Nicholas, Tremble Kids, Kurt Weil Sextett, Les Sauterelles und The Sculpture.

Nebst seinen eigenen Formationen hatte little-fritz weltweit unzählige Gigs und Jobs als Sessionsmusiker und Gastsolist. Es machte ihm auch Spass, als Barpianist von gepflegten Hotels die Gäste in eine musische Aura zu hüllen. Er und sein Digital Roland Piano waren bis in die letzten Tage unzertrennliche Begleiter.

Bei seinen open-end Rezitals kam es oft vor, dass begeisterte Besucher den Saal erst nach Mitternacht verliessen.

Sein Ableben bietet die schöne Gelegenheit, sich wieder an dieses schrullige wie menschenscheue Genie zu erinnern – ein grosser Jazzer, als Solist wie als Begleiter diverser Formationen und Vocalsolisten stets kreativ und freigiebig, musikalisch wie als Mensch.

Links:
Tromburi und Fritz Trippel
Tonträger auf JazzIndex

 

 

Information:
Anton Herbert Honegger

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