Wo kämen wir hin, wenn alle sagten:
„Wo kämen wir hin?“
und niemand ginge hin, um einmal zu sehen
wohin wir kämen, wenn wir hingingen.
Kurt Marti


Aufgeworfene Fragen anlässlich eines Podiumgespräches von Dr. Victor J. Willi vom 8. Mai 2010 in Rapperswil

I. Wendepunkt der Weltgeschichte?
Wir stehen mittendrin:
- im atomaren Bereich (Iran, Nordkorea, Kaschmir-Konflikt, etc.)
- im ökologischen Bereich (nutzlose, kostspielige Klimakonferenzen)
- im ökonomischen Bereich (Hunger in der 3. Welt, Recht auf Leben des Individuums
nur innerstaatlich anerkannt, Wirtschafts- und Finanzkrise, Franken stärker als Nationalbank)
- im terroristischen Bereich (Hochsee-Piraterie, etc.)
- im religiösen Bereich (grösster Justizirrtum der bisherigen Weltgeschichte für die Christen: Kreuzigung von Jesus Christus; nach 2000 Jahren: Offenbarung der Nichtigkeit der einzelstaatlichen Souveränität)
- im kommunikativen Bereich (sich verlieren im Computer-Wissen statt Verstehen, anstelle des Urteilens und Verurteilens)

II. Inwiefern hat André Siegfrieds Satz „La Suisse dans l’histoire du monde aura le dernier mot“ durchaus Berechtigung?

Ablösung des losen Staatenbundes durch Bundesstaat 1848 zum Überleben der Nation
- dank Land-Stadt-Verteilung in 4 Ethnien
- dank Konfession protestantisch und katholisch in 4 Ethnien
(prinzipiell gleich ist die Situation in der heutigen Völkergemeinschaft, wo auf allen fünf Kontinenten sämtliche Ethnien – Schwarze, Weisse… -
und Religionen bzw. Konfessionen - Muslime, Christen, Juden, Hindus, Atheisten… nebeneinander leben und sich untereinander mischen und über Generationen hinaus immer besser verstehen, deshalb Unumgänglichkeit eines Weltbundesstaates (USM) = United States of Mankind, zum Überleben der Menschheit).
- Ablehnung der EU (= blosse Festung gegen 3. Welt zur Beibehaltung der Vormachtstellung der 1. Welt)

III. Wer ist geeigneter für die Leitung der Konferenz zur effektiven Friedenssicherung als Michael Gorbatschow, der entscheidend zur Überwindung des Kalten Krieges (1945 – 1989) beigetragen hat?
(s. Hans-Peter Dürr „Warum es ums Ganze geht“, Oekom-Verlag München, 2. Auflage 2009, S. 63 / 64) und seine grösste Mission für die Menschheit noch erfüllen könnte und sollte?
In allen Bereichen, wo das Überleben der Menschheit . . . . . .
- durch Nuklearwaffen im Besitz von jetzt 4 – 8 souveränen Staaten
- durch die ungezügelte Erderwärmung
- durch den Hunger in der 3. Welt (und vielleicht bald in unserer Mitte)
- durch den Weltterrorismus
- durch die Finanz- und Wirtschaftskrise
. . . . . gefährdet ist, könnte eine Weltkonföderation mit Sanktionsbefugnis in all diesen fünf Bereichen kriegerischen Auseinandersetzungen zuvorkommen, wenigstens entgegenwirken, sie schliesslich unterbinden.
1992 nach dem 2. Golfkrieg, war viel die Rede von der NWO (Neue Weltordnung). Mit einem starken amerikanischen Präsidenten hätte mit Hilfe der andern grossen Drahtziehern (Margareth Thatcher, Francois Mitterand, Michael Gorbatschow und Helmut Kohl) der Sprung vom losen Staatenbund der UNO zum Weltbundesstaat der USM (United States of Mankind) glücken können.
Sehen Sie das auch so – wie Bundesrat Adolf Ogi ansatzweise 1996 – oder ganz anders? Wünschen Sie Fotokopie seines Briefes an den Verfasser?


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Schreiben Sie ihre Gedanken in dieses Dokument und dort hinein, wo Sie Bemerkungen anbringen möchten.


1. Glauben Sie an die Unumgänglichkeit der Bildung einer Weltkonföderation für eine wirksame Friedenssicherung? (mehr als blosser Waffenstillstand auf Zeit und Abruf wie seit Vorgeschichte bis heute, wie lange noch?)

2. Halten Sie dies für eine Utopie? eine Vision? ein Hirngespinst? einen frommen Wunsch? Einen verheerenden Gedanken wegen der Gefahr eines Leviathans (Thomas Hobbes), Hitlers Ambition des „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“, der Wahnvorstellung vieler US-Bürger, „the American way of life“ würde - auf die ganze Welt ausgedehnt – das Himmelreich auf Erden errichten?
3. Welchen Ausweg aus der Sackgasse der heutigen babylonischen Verwirrung schlagen Sie vor?
4. Trifft es zu, dass die meisten Individuen sich so gut verhalten, wie sie seit der Staatsgründung in der späten Vorzeit durch Erziehung, Polizei, Justiz daran gehindert werden, sich böse zu verhalten?

5. Trifft es zu, dass heute alle Einzelstaaten sich so gut verhalten, wie sie durch Weltinstanz daran gehindert werden könnten, sich böse zu verhalten?

6. Ist das Recht auf Leben nur ein innerstaatliches, nicht auch ein überstaatliches Rechtsgut?

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Victor J. Willi, Rom Disentis

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